virtuelles Spielzeugmuseum der 50er - 70er Jahre
Startseite
Puppenhäuser 50er
Puppenhäuser 70er
Spielzeug 50er Jahre
altes Spielzeug 1
altes Spielzeug 2
altes Spielzeug  2a
alte Spielzeuge 3
Spielzeug-früher
Petra von Plasty
Kindheit 50er 5
altes Spielzeug 6
altes Spielzeug 7
alte Baukästen 50er
Spielzeug Bilder 8
Kirmesspielzeug 9
Plastikspielzeug 10
50er-Jahre-Plastik
altes Spielzeug 11
altes Spielzeug 12
Reisespiele
altes Spielzeug 13
altes Spielzeug 14
altes Spielzeug 15
altes Spielzeug 16
alte Spiele 50er 17
altes Spielzeug 18
Antikspielzeug 19
altes Spielzeug 20
altes Spielzeug 21
altes Spielzeug 22
Spielzeug 60er Jahre
Murmeln / Marbles
Ostern 50er Jahre
Poesiealbum 50er
Teddypolizei
Kaufläden-nach-1945
Spielzeugausstellung
Ausstellungen
Puppenhäuser älter
Miniaturismus / 1:12
modern dollhouses
Design
Mit anderen Augen
Erinnerungen / Fotos
Astrid Lindgren
Blyton - 5 Freunde
DAS SPIELZEUGMUSEUM
Parkhäuser
Spardosen
Fernsehspiele
Kinderpost - Spiele
Blechküchen
Spielzeug-Mixer
Puppengeschirr
paper dolls 50s
Verkehrsspiele
Weltraumspiele
DDR-Spielzeug
Gästebuch Archiv
Gästebuch /Guestbook
Sammelphilosophie
Impressum / Kontakt

 Standkaufläden


Standkaufladen der Firma Kindler & Briel (Kibri), um 1957. Platzbedarf ca. 90 x 52 x 92cm - Da die originalen Bestückung leider nicht mehr vorhanden war, habe ich ihn eingerichtet mit einer Mischung aus Kinderkaufladen-Verpackungen und zeitgenössichen "echten" Packungen und Warenproben, die nach Verbrauch des Inhalts oft eine Zweitverwertung in den Spielläden fanden.   (K50/7/1) 

 

Ich bedanke mich für dieses tolle Stück - und ebenso für das originale Foto - ganz herzlich bei Patricia: "Dies ist mein alter Kaufladen von - glaub ich - 1957. Ich bekam ihn zu Weihnachten nach einem langen Krankenhausaufenthalt und war absolut selig darüber."

 


Standkaufladen um 1960 mit originaler Bestückung, Platzbedarf ca. 84 x 75 x 93cm              (K50/7/2)

 


             

Aus alten Spielzeugkatalogen - 1959

 

1959

 


 Standkaufladen, Hersteller: Fa. Mathieu (1958)                (K50/7/3)


 

                 

um 1963

 

1960

 


Kibri, um 1958                (K50/7/4)


 

Standkaufladen, Werbefoto der Firma Kibri (1957)

 


 



 

Das Wirtschaftswunder lässt grüßen: Kaufladen mit aussagekräftiger privater Bemalung. Platzbedarf ca. 88 x 43 x 90cm  (K50/7/5)

 


Standkaufläden

Allein schon durch ihre Größe nehmen Standkaufläden unter den Kaufmannsläden eine Sonderstellung ein. Aufgrund ihrer realitätsnahen Bespielbarkeit für viele Kinder sicherlich das Nonplusultra, fanden sie mangels notwendigem Platz jedoch verhältnismäßig selten den Einzug in die flächenmäßig noch spärlich bemessenen Kinderzimmer der 1950er- und 1960er Jahre. Auch der Anschaffungspreis war recht hoch. War ein einfacher Tischkaufladen zu Beginn der 60er bereits für 5,40 DM zu erwerben, mussten für die günstigste Version eines großen "Kaufstandes" bereits mindestens 29 DM angelegt werden. Und während die kleinen Läden, kompakt in Kartons verstaut, oftmals viele Jahre in Kellern und auf Dachböden ihren Dornröschenschlaf hielten (oder noch halten), landeten ihre großen und schwierig unterzubringenden Gegenstücke leider oftmals im Sperrmüll.

Dieses Schicksal blieb glücklicherweise dem oben zu sehenden "Feinkost-Spirituosen-Südfrüchte"-Stand erspart, der von privater Hand gekonnt mit verschiedenen Leckereien aus der Speisekammer bemalt wurde. Auf die Südfrüchte waren die Bundesbürger besonders stolz und empfanden diese gar als eine Art Statussymbol. Als gegen Ende der 50er Jahre mit den ersten Nonstop-Flügen in die USA das Düsenzeitalter beginnt, ist man sogar weltweit der größte Importeur dieser exotischen Bereicherung des Speisezettels. - Die dicke Speckschicht des aufgemalten Räucherschinkens kann als Beleg für die nach den Mangeljahren der Nachkriegszeit einsetzende "Fresswelle" gesehen werden. Im Bedürfnis, lang Entbehrtes nachzuholen, schossen die Bundesbürger bald über das Ziel hinaus. Noch wichtiger als die Qualität wurde nämlich die Quantität. Viel und fett zu essen galt als gesund und Übergewicht war Symbol des neu erworbenen Wohlstandes - was eindrucksvoll auch an Ludwig Erhard, dem "Vater des Wirtschaftswunders", zu erkennen war...

 


Pastellfarbener Kaufladen aus den 1960ern, der den Übergang in das Kunststoffzeitalter dokumentiert     (K50/7/6)

 


                         

Privatfoto, um 1960, Sammlung Wirtschaftswundermuseum

 

Aus einem Spielzeugkatalog von 1964

 

       


 

"Hobby blitzen" - Foto-Lehrbuch aus den 50er Jahren mit hübscher Kaufladenszene auf dem Titelbild

 


 

                 

Standkaufladen der Firma Craisheimer, den die Zwillingsschwestern Daniela und Verena Weihnachten 1970 unter dem Weihnachtsbaum fanden.

 

Ich bedanke mich sehr herzlich bei Verena, die mir die Fotos schickte und sich ganz besonders an eins erinnert: "Das Obst und das Gemüse im Kaufladen waren aus leckerem Marzipan!"

 


 

                          

Privatfotos / Sammlung Wirtschaftswundermuseum

 


 

 

 


Standkaufladen der Crailsheimer Spielwarenfabrik mit handkurbelbetriebenem Förderband, Maße der Rückwand ca. 90 x 70cm    (K50/7/7)

 

                     

"Großer Verkaufsstand, der Wunschtraum aller Mädchen" - Neckermann-Katalog 1966

 

Neckermann-Katalog 1967

 


"Naschkatze" - Standkaufladen, Aufsatz und Gestell gehören wahrscheinlich nicht original zusammen. Platzbedarf ca. 70 x 43 x 82cm.


            ZURÜCK                                          WEITER→