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Kaufladenminiaturen

Ein ausführlicher Beitrag zum Thema erschien im Sammlermagazin TRÖDLER, Ausgabe 3/2007


 

               
Miniaturen für den Kinder-Kaufladen spiegeln das Produktdesign ihrer Zeit.   "Echte" Waren aus der DDR (oben links) und der Bundesrepublik im direkten Vergleich mit ihren spielgerecht verkleinerten Entsprechungen im Rahmen der Kaufladen-Ausstellung im Museum Petersberg.

 


 

Kaufladenartikelsortiment, Koch & Hofmockel, Nürnberg, um 1948

 

         

 Drogerieartikel, frühe 50er Jahre

 

 

 


 
Markenartikel
 
An Kinderkaufläden lassen sich höchst anschaulich die Entwicklungen der Lebensmittelunternehmen im Westdeutschland der Nachkriegszeit ablesen. Die Spielzeuge dokumentieren damit zugleich den Siegeszug der Markenartikel.
Während zuvor das übliche Sortiment aus einer durchaus überschaubaren Anzahl von Produkten namentlich bekannter Hersteller, überwiegend aber aus in Fässern, Säcken, Gläsern und beschrifteten Schüben aufbewahrter markenloser Ware besteht und nach Wunsch des Kunden individuell abgewogen und verpackt wird, schießt mit Einführung der Selbstbedienung die Zahl der bereits fertig in normierten Größen abgefüllten Markenprodukte schlagartig in die Höhe. Und da der Tätigkeitsbereich des Kaufmanns immer mehr von einem aktiv beratenden und verkaufenden in einen verwaltenden übergeht, müssen die Verkaufspackungen über ihre Funktion als Schutzhülle hinaus zum einen durch ansprechende und unverwechselbare Gestaltung den potentiellen Käufer erst einmal interessieren und zum anderen mit aufgedruckten Produktinformationen auch informieren.
Da Kunden durch die Erweiterung des Warenangebotes nun immer häufiger zwischen verschiedenen Marken zu wählen haben, wenn sie eine bestimmte Ware erwerben möchten, wächst rasch auch die der Reklame zukommende Bedeutung. Schon früh sind sich daher die Werbestrategen der Firmen darüber im Klaren, welch positiver Werbeeffekt und frühzeitige Markenbindung sich mit der Platzierung ihrer Produkte in Kinderkaufläden erzielen lässt.
Gerne kooperieren sie mit den Herstellern der Miniaturschachteln, liefern Druckvorlagen und übernehmen üblicherweise auch einen Anteil der Produktionskosten. - Übrigens kommen überwiegend Erzeugnisse mit prominenten Markennamen in Kinderhand, da die Eltern offenbar nicht nur im Selbstbedienungsladen, sondern auch im Spielzeuggeschäft gerne auf die Produkte der Marktführer zurückgreifen. Kleinere Firmen gelangen dadurch eher selten in die Sortimente.
Derart bieten die Miniaturschachteln eine Menge Anschauungsmaterial zum Thema "Produktdesign im Wandel der Zeit", da einige in diesem Segment des Product-Placement besonders engagierte Firmen wirklich jede noch so kleine Änderung der Originalschachtel auch auf das Spielformat übertragen haben.

 
 
 "Kaufhaus Kinderglück"

 

"Kaufhaus-Kinderglück" - "Zum Saubermachen Henkelsachen"

 

Geschenkkarton für Kaufladenschachteln:"Für den kleinen Kaufmann", Rudolf Thümmel, Leipzig, ca 1956

 

 "Da freut sich jedes Kind. Kein Wunder beim Anblick all dieser leckeren Zuckerwaren. Besonders lustig sind die figürlichen Schaumzucker-Artikel. Sie haben noch dazu den Vorteil, dreimal leichter als Fondant zu sein. Reichhaltig ist das Angebot in Dragees, gefüllt und ungefüllt, Milchlinsen, Kaffeebohnen und Ostereier in verschiedenen Größen." - Aus einem DDR-Export-Katalog von 1956

 

Die "Fewa-Johanna" der 1950er Jahre in Deutschland-West (mitte) und in der DDR (rechts), links Fewa speziell für Kaufläden

 

Knorr-Produkte, 1945 - 1965, Schachtellänge 30-65 mm

 

   

Verkaufsregal von J.J. Landmann, Höhe 145 mm, 1964, mit Dr. Oetker Produkten

 

Einkaufswagen, Crailsheimer Spielsachen, 1963, Höhe 9,5 cm

 

"Für den kleinen Kaufmann", Rudolf Thümmel, Leipzig, um 1960

 

Kindernahrungsprodukte der 50er Jahre, Höhe 45-53 mm

 

Für den kleinen Kaufmann, Rudolf Thümmel, Leipzig, um 1956

 

Kaffee Hag, Entwicklung des Verpackungsdesigns dokumentiert im Kinderkaufladen, Höhe ca.50mm

 

„Persil“-Schächtelchen, die Entwicklungen des Produktdesigns von der Nachriegszeit bis in die 70er Jahre dokumentieren. - Auch in der DDR gab es längere Zeit ein Waschmittel mit dem Namen „Persil“ zu kaufen. Produziert wurde es im 1921 gebauten Henkel-Werk in Genthin, das nach seiner Enteignung im Jahr 1949 „VEB Persil-Werk“ hieß. Nach der Einführung eigener Entwicklungen wie Milwa und später Spee wurde die Marke „Persil“ Ende der 1960er Jahre in der DDR jedoch vom Markt genommen. - Unten sind die Schächtelchen in Kombination mit zeitgenössicher Persil-Werbung aus Deutschland-Ost und Deutschland-West in einer Austellungsvitrine zu sehen.

 

 

 


 

        

Maggi "Fridolin-Suppe"

 

"MAGGI-Fridolin", Werbefigur, Höhe 17cm


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